Filterkaffee-Test: Good Karma Coffee

Richtig gefilterter Kaffee ist ein wahrer Genuss. Da mir allerdings zuletzt meine hellen Röstungen wieder einmal ausgegangen sind habe ich mich in den Online-Shop der noch recht jungen Karlsruher Rösterei Good Karma Coffee gewagt. Hier findet man aktuell vor allem Südamerikanische Bohnen vor.

Der Besitzer der Rösterei, Torsten Hahn, ist zur Vorbereitung auf seine anstehende Röstereieröffnung knapp ein Jahr durch die Welt gereist um spannende Cafés, Röstereien, Baristis und Kaffeeplantagen kennenzulernen. Auf seiner Reise hat er sich förmlich von den Kaffeebohnen inspirieren lassen und herausgekommen ist diese Rösterei – die ihre Ware mit der Post übrigens nur „klimaneutral“ versendet. Wollt ihr also etwas Gutes für euer Karma tun, dann bestellt hier einfach regelmäßig euren Kaffee.

Doch halt, ganz so vorschnell möchte ich euch diesen Rat nicht geben. Zunächst sollte ich die Bohnen einmal verkosten.

Zubereitung: Ich mahle die Bohnen frisch und verwende zur Zubereitung den „Clever Coffee Dripper“ – einen Filteraufsatz ähnlich dem guten alten Porzellanfilter von Melitta. Passend dazu habe ich mir eine kleine Brühstation, die „ubrew Brühstation V2“ zugelegt, auf welcher ich den Kaffeefilter platzieren kann. Für handgefilterten Kaffee in meinen Augen eine der besten Kombis. Wobei es natürlich von anderen Herstellern ähnlich tolle Produkte gibt. Alles ist besser als den Kaffee mit einer null-acht-fünfzehn Filtermaschine zunächst zu verbrennen und im Anschluss dann auf der Warmhalteplatte noch zusätzlich zu kochen, oder?

Aber jetzt mal wirklich zu meinen neuen Bohnenerrungenschaften, die den weiten Weg von „Papua Neuguinea“, „Kolumbien“ und „Äthiopien“ über Karlsruhe bis nach Bayern gemacht haben.

Im Test:

Der Single Origin aus Äthiopien – Sidama Schilcho OCR

Der Kaffee schmeckt leicht malzig und besonders spannend sind die fruchtigen Aromen, die etwas an Erdbeere und einen Hauch Orange erinnern.

Allerdings empfehle ich diesen Kaffee keinem „Kaffeeneuling“. Also jemandem der gerade von Dallmayr Prodomo auf kleinere Spezialitätenkaffees umsteigt. Für den ungeübten Kaffeetrinker könnte der Geschmack zunächst etwas ungewöhnlich und schwer zuordbar sein – weil es sich eben nicht um den typischen Kaffeegeschmack handelt.

Leider kam ich am Ende gar nicht dazu meine ganze Bestellung selbst zu testen, da ich zu einer Einweihungsparty eingeladen wurde und ich explizit aufgefordert wurde als Einweihungsgeschenk Kaffee mitzubringen. Ich habe mir aber sagen lassen der Kaffee war extrem lecker und ich soll demnächst wieder einen mitbringen. Meine nächste Bestellung steht also bereits in den Startlöchern.